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Ein Monat ohne Plastik – Teil 2

Fast habe ich es geschafft: Noch zwei Wochen bis meine plastikfreie Fastenzeit zu Ende geht. Mein Zwischenfazit? Es ist verdammt schwer. Nicht immer konnte ich es einhalten komplett auf Plastik zu verzichten. Manchmal unbeabsichtigt und manchmal weil ich einfach keine andere Lösung hatte. Hier möchte ich euch jetzt einen kleinen Einblick geben, was schwer war und was ich aber auch an guten Lösungen gefunden habe.

Die Gründe, warum ich mich fürs Plastik Fasten entschieden habe könnt ihr hier nachlesen.

Ein paar Momente hatte ich, in denen ich unbeabsichtigt Plastik bekommen habe und das hat mich eigentlich besonders geärgert. Gleichzeitig habe ich dadurch auch dazu gelernt. So hab ich zB einmal im Restaurant einen Plastikstrohhalm bekommen und habe es natürlich erst gemerkt, als das Glas schon vor mir auf dem Tisch stand. Das konnte ich dann zwar nicht mehr verhindern aber beim nächsten Mal habe ich schon beim Bestellen gesagt, bitte ohne Strohhalm. Das möchte ich auf jeden Fall auch beibehalten.

Neben den unfreiwilligen Momenten gibt es jedoch auch Bereiche, in denen ich mir wirklich schwer tue. Im Folgenden habe ich versucht Kategorien zu bilden und aufzulisten, was gut und was weniger gut läuft.

Kosmetik

Ich denke das ist der Bereich, der mir am schwersten fällt. Angefangen von der Zahnpasta über meinen Make-up Entferner bis hin zum Shampoo ist bei mir im Bad so ziemlich alles in Plastik eingepackt. Shampoo und Duschgel konnte ich mittlerweile durch feste, unverpackte Produkte ersetzen und bin auch super glücklich damit. Das werde ich auf jeden Fall auch nach der Fastenzeit beibehalten. Ein paar meiner Cremes habe ich schon bisher von Oliveda gekauft (Ich bin durch eine Kooperation auf die Marke gestoßen und seither großer Fan. Die Nennung hier ist unbezahlt.) Die Produkte sind toll und sie sind in Glasdosen und -Flaschen verpackt. Definitiv ein Grund für mich, auch weitere Produkte zu ersetzen.

Zahnpasta ist etwas bei dem ich noch nicht ganz überzeugt bin. Es gibt Zahnpasta-Tabletten, die man kauen und so Schaum erzeugen kann. Irgendwie konnte ich mich damit aber noch nicht anfreunden. Wer bessere Ideen hat, gerne her damit.

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Nahrungsmittel

Beim wöchentlichen Einkauf gibt es Dinge, die super laufen und andere nicht so. Ich habe es total lieben gelernt, auf dem Markt einzukaufen. Die Stände voll frischem Obst und Gemüse sind einfach traumhaft. Allerdings schaffe ich es nicht immer, Samstags auf den Markt zu gehen und dort unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Und wenn ich doch mal im Supermarkt schaue ist das ziemlich frustrierend. Meist gibt es nur wenige frische Lebensmittel, die unverpackt sind. Und immer nur das Gleiche zu essen ist langweilig.

Auch bei anderen Produkten ist es nicht immer einfach. Nudeln, Reis, Pflanzenmilch, selbst Brot ist verpackt. Das Schlimmste: Auf Tofu verzichten. Ich esse zwar nicht jeden Tag Tofu aber ich koche gerne ab und zu damit und da ich kein Fleisch esse, kommt er bei mir in viele Gerichte. Aber ich konnte noch keinen Tofu finden, der nicht in Plastik verpackt ist. Tofu beim Metzger an der Frischetheke – das wär’s doch!

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Süßigkeiten/Snacks

Eigentlich faste ich auch Süßkram – denn so gut wie alle Süßigkeiten sind in Plastik verpackt. Selbst Nüsse oder getrocknete Früchte gibt es fast nur mit Verpackung. Schadet zwar nicht, mal darauf zu verzichten aber für immer halte ich das nicht durch 😀

Meine Alternative: Getrocknete Datteln und Studentenfutter aus dem Unverpackt-Laden. Da kann ich mir selbst meine Gläser abfüllen. Und ich habe selbst gebacken aber von Backzutaten ohne Plastik will ich gar nicht erst anfangen. Da muss man teilweise auch erfinderisch werden.

Pflanzenmilch

Apropos erfinderisch – bevor mein Fastenmonat begonnen hat war ich mir ziemlich unsicher, was Pflanzenmilch angeht. Ich trinke meinen Kaffee mit Hafermilch und esse fast täglich Haferflocken oder Müsli mit Hafer- oder Kokosmilch. Kuhmilch gibt es im Supermarkt in Glasflaschen aber Pflanzenmilch habe ich so noch nie gesehen. Ich habe also ein wenig recherchiert und bin darauf gestoßen, dass man Milch ganz easy und super günstig selbst machen kann. Warum habe ich die letzten Jahre eigentlich immer die teure Pflanzenmilch für 2-3€ gekauft? Einfach Haferflocken oder Dinkelflocken, Wasser und nach Belieben Datteln zusammengeben und voilà – schmeckt super! Zum Rezept geht’s hier.

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Alles für Emil

Wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht mitbekommen, dass wir aktuell unseren VW Bus Emil ausbauen (Artikel zum Ausbau folgt). Dafür brauchen wir die verschiedensten Dinge: Holz, Pinsel, Schrauben, Auszüge für Schubladen, Geschirr, etc. Die Liste ist lang und nicht verwunderlich: die meisten Dinge sind in Plastik verpackt. Ich habe versucht, wenn möglich auf unverpackte Produkte zu achten aber oft stand ich im Baumarkt und es gab keine andere Wahl. Da wir über Ostern mit dem Bus nach Frankreich fahren, habe ich bei all diesen Dingen eine Ausnahme gemacht. Darüber bin ich nicht glücklich aber wir müssen fertig werden und das sind ja auch Anschaffungen, die man nicht regelmäßig hat sondern eben jetzt einmal. Wenn wir mit dem Bus unterwegs sind brauchen wir dann hoffentlich so gut wie kein Plastik und können immer regional auf dem Markt einkaufen 🙂

Ihr seht, es ist nicht ganz einfach aber es gibt auch einige Punkte, die ich schon gut umsetzen konnte und es wird eigentlich von Woche zu Woche besser, weil ich weiß wo ich einkaufen kann und auf was ich achten muss.

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