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Der perfekte Roadtrip durch die Bretagne

3 Wochen, zwei Personen, ein Bus – mit unserem Van Emil ging es im Juli auf einen unvergesslichen Roadtrip durch die Bretagne. Eine so vielfältige und beeindruckende Küste habe ich schon lange nicht mehr gesehen und die Region bietet sich perfekt an für eine Rundreise.

Die letzten Sachen einpacken und los – schon auf der Autobahn setzt die Urlaubsstimmung ein. Die Sonne im Gesicht, Musik im Ohr und das Meer als Ziel fest im Blick. Unser erster Stop liegt noch in der Normandie, der zweite genau auf der Grenze zwischen den beiden Regionen. Sowohl die traumhaften weißen Klippen von Étretat, als auch die verwunschene Stadt Mont-Saint-Michel sind auf jeden Fall eine Reise wert. Beide sind zwar sehr beliebte Touristenziele und daher in der Hauptsaison recht voll, wie ihr die Massen umgehen könnt, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Saint Malo

Unser erster Stop tatsächlich in der Bretagne ist die Hafenstadt Saint Malo. Ein wirklich hübsches Städtchen mit viel kleinen Gassen zwischen den hohen Gebäuden, zahlreichen Restaurants und einem beeindruckenden Hafen. Mein Highlight ist definitiv die Stadtmauer, auf der man hoch oben einmal um die Stadt herumlaufen kann. Mein liebster Fotospot befindet sich ebenfalls auf der Mauer, mit Blick auf den Steg zum Leuchtturm und auf den Hafen.

La Cote Granit Rose – die rosa Granitküste

Weiter geht es entlang der Nordküste Frankreichs. Die Cote Granit Rose besteht, wie der Name schon sagt, aus Granitfelsen, die eine tolle braun-rosa Farbe haben. Die riesigen Felsen und runden Steine verleihen der Küste ein ganz eigenes Gesicht. Kilometerweit kann man auf kleinen Pfaden die Küste entlangwandern und zwischendurch in kleinen Buchten ins erfrischende, türkisblaue Wasser springen.

Brest & Phare du Petit Minou

Unser nächster Stop führt uns weiter nach Süden. Nahe der Stadt Brest gibt es einen kleinen Leuchtturm, den Phare du Petit Minou. Auch hier gibt es eine schöne Küstenlinie, doch die runden Felsen aus dem vorherigen Stop werden nun ersetzt durch schroffere Steine. Es finden sich allerdings auch schöne Buchten mit feinem Strand. Wir sichten die ersten Surfer, die sich in die Wellen stürzen.

Die Halbinsel Crozon

Auch wenn ich mich wirklich schwer entscheiden kann, einen Favoriten unserer Reise zu benennen, ich denke der Nationalpark auf der Crozon Halbinsel ist ganz vorne mit dabei. Hier gibt es wirklich von allem etwas. Traumhafte breite Strände, Felsen und Klippen, türkisfarbenes Wasser und wunderschöne Wanderwege zwischen kleinen Büschen mit bunten Blüten und mit Blick aufs Wasser. Surfen, Wandern, Fahrrad fahren, Schwimmen, hier kann man wirklich alles machen. Wir verbringen einige Tage auf der Halbinsel und legen verschiedene Stops ein.

Südlich der Stadt Crozon kommt man in das Örtchen Morgat. Hier ist uns noch etwas zu viel Trubel, weshalb wir der Straße weiter nach Süden folgen. Der Strand Plage de la Palue ist einer meiner Lieblingsstrände auf der Halbinsel. Egal, ob unten am Wasser oder hoch oben auf den Klippen, die Aussicht ist einfach spektakulär.

Einer der wohl bekanntesten Aussichtspunkte ist der Pointe de Pen Hir. Die schroffen, von Wellen geformten Felsen sind wirklich beeindruckend. Allerdings ist hier deutlich mehr los, als an den Stränden und Aussichtspunkten, die wir hier sonst besucht haben.

Pointe de la Torche

Der nächste Punkt auf unserem Roadtrip ist der Surf-Hotspot Pointe de la Torche. Der kilometerlange Sandtrandstrand nördlich des kleinen Felszipfels ist aber auch einfach ein Traum, sowohl für Wellen- als auch Windsurfer. Hinter dem Sandstrand befindet sich ein kleiner Dünenwall, der mit seinen vielen leicht bewachsenen Hügeln und den kleinen Zäunen zum Spazieren und Fotografieren einlädt.

Quiberon Halbinsel

Weiter geht es die Küste entlang bis zur Quiberon Halbinsel. Da uns nach dem letzten Stop die Surflust gepackt hat, verbringen wir auch hier noch ein paar Tage mit Surfen. Die Strände sind etwas kleiner, dadurch hat man nicht ganz so viel Platz wie in la Torche aber die Felsenkulissen hier sind wirklich toll. Besonders schön ist der Steinbogen Arche de Port Blanc. Eigentlich wollten wir von hier aus noch einen Tagesausflug auf die Belle Ile machen, eine vorgelagerte Insel, die sich gut mit der Fähre erreichen lässt. Das schaffen wir leider nicht mehr. Dafür geht es mit dem Fahrrad einmal um die Halbinsel, was auch eine sehr schöne Tour ist.

Und dann heißt es auch schon ‘Auf Wiedersehen’ sagen – so schnell können drei Wochen vorbeigehen. Ein Wiedersehen wird es bestimmt geben, denn sowohl hier im Norden der Bretagne als auch die Küste entlang weiter nach Süden gibt es noch so viele schöne Orte zu entdecken.

Wer mit dem Van oder Camper unterwegs ist, ist in der Bretagne wirklich in einem Paradies. Es gibt so viel zu entdecken, überall Campingplätze und auch viele Stellplätze, auf denen man mal eine Nacht wild übernachten kann – mit Blick aufs Meer. Erlaubt ist es zwar nicht aber an den meisten Orten, die wir gesehen haben, wird es geduldet. Einfach Ausschau halten und natürlich alles wieder sauber verlassen!

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